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29. April 2009

Bücher]

Verantwortungslose Kampagne

Das Aktionsbündnis “Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft’ nimmt in einer Presseerklärung Stellung zur fleissigen Lobbyarbeit der Initiatoren des “Heidelberger Appells“:

Das Aktionsbündnis „Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft“ hat mit Bedauern und Sorge zur Kenntnis genommen, dass die für die Heidelberger Erklärung Verantwortlichen (Referenz dazu am Ende) ihre verantwortungslose Kampagne fortsetzen und sich nun auch direkt an die Bundeskanzlerin gewandt haben, damit diese sich für „Publikationsfreiheit und die Wahrung der Urheberrechte“ (so im Titel der Erklärung) einsetze.

Ein solcher Appell wäre an sich sicher in Ordnung, wenn nicht, so der Sprecher des Aktionsbündnisses Prof. Rainer Kuhlen, in der Heidelberger Erklärung ein rückwärts gerichtetes und pur individualistisches Verständnis von Freiheit und Rechten deutlich würde, das an den rechts-konservativen Bund Freiheit der Wissenschaft aus den 70er Jahren erinnert.

Die gesamte Presserklärung: →Für ein vorwärts, nicht rückwärts gerichtetes Urheberrecht

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Dr. Zapp]

Tapfer

Stefan Niggemeier geht dahin, wo es richtig wehtut und klickt sich durch das Online-Angebot von RTL:

Ich bin immer versucht, die Texte, die dort erscheinen, dadurch zu erklären, dass sie von indischen Kindern neben ihrer Teppichknüpfarbeit geschrieben werden, aber dann wären sie besser. Wahrscheinlicher ist die Theorie, dass es sich um Rückübersetzungen aus dem Klingonischen handelt.

Mit vielen “schönen” Beispielen: →Deutschland, ein Stilblütenmeerchen

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22. April 2009

Dr. Zapp]

Win-win Situation

“Er ist einer der beliebtesten und kompetentesten Moderatoren Deutschlands. Gemeinsam mit ihm werden wir nicht nur die Marke ‘ran’ erstklassig präsentieren, sondern auch die journalistische Kompetenz von Sat.1 weiter ausbauen.”

(Sat.1-Geschäftsführer Guido Bolten über Johannes B. Kerner und seinen Wechsel zu Sat.1)
Der erste Satz gilt nur in einem Deutschland fernab unserer kleinen Gemeinschaftspraxis. Aber das mit dem Ausbau der journalistischen Kompetenz stimmt wohl. Nicht nur für Sat.1, sondern auch fürs ZDF.
(Dr. Zapp)

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18. April 2009

Aufgelesen Musik]

80 at last

Nachträglich zum gestrigen 80. von James Last meine Lieblingszitate aus zwei gerade gelesenen Interviews:

Heute fallen Stars durch Skandale auf: Amy Winehouse oder Dieter Bohlen. Bei Ihnen stand die gute Stimmung im Vordergrund. Ist das eine Frage der Zeit?

Das sind Extreme. Mit Amy Winehouse, das ist schade. Die kann doch heute machen, was sie will, und sofort ist die Polizei da. Bei Bohlen leider nicht.

Die Zeit: →“Auf was für Partys gehst du denn?”

Sie dirigieren ein Vierzig-Mann-Orchester mit bloßem Schnippen, so aus dem Handgelenk. Oft tun Sie sogar überhaupt nichts.

Musiker sind nicht blöd. Bis vier zählen können die selber.

FAZ: →“Wenn ich mal politisch war, dann nur aus Zufall”

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7. März 2009

Dr. Zapp]

Schön wär´s

Zu den Plänen für Schmidts Zukunft sagte Kogel: „Wir haben ganz klare Vorstellungen, wo wir hinwollen.“ In einem Wahljahr „will man Schmidt auf einem Level sehen, das sonst im deutschen Fernsehen niemand liefert“. Es gehe darum, „die Comedy-Latte wieder höher zu legen in Richtung Anspruch und Intellekt, vergleichbar mit dem US-Polit-Komiker Jon Stewart – aber eben Harald Schmidt.“

So war es Ende letzten Jahres zu lesen.
Auch wenn hier keiner so recht dran glauben mag, schön wär´ es schon, wenn Schmidt nach seiner Frühlings- und Sommerpause nur halb so viel Energie an den Tag legen könnte, wie Stewart hier in seiner Abrechnung mit den Finanz”gurus” von CNBC:

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1. März 2009

Dr. Zapp]

Bad hair day

Skandale sparte sich das ZDF diesmal, und sogar Oasis, die früher mal eine Rockband waren, machten im Zweiten einen eher matten Eindruck mit ihrem neuen Schlaflied und der merkwürdigen Frisur von Sänger Liam Gallagher, dem kurz vorher die Koteletten explodiert sein müssen.

Peer Schader sah für den Spiegel “Wetten, dass…”: →“Letzten Sommer hab ich mich leicht verlaufen”

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26. Januar 2009

Dr. Zapp]

Übergepäck

Wenn Jörg Pilawa in Urlaub fährt, dann wahrscheinlich nur im Laster, weil sonst sein Ego zuhause bleiben müsste. Das ist inzwischen so groß, das passt unmöglich noch in den Kofferraum.

Peer Schader im FAZ-Fernsehblog: → Was soll das Pilawa?

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9. Januar 2009

Cartoon]

Heiner Müller zum 80.

11. Dezember 2008

Gemein]

Tilman ante portas

Gestern abend im Deutschlandradio Kultur zum Ende der “Filme der Woche”:

Moderatorin: Hans-Ulrich Pönack über drei Filme in dieser Woche. Ziemlich sympathisch fand er die Verfilmung von Cornelia Funkes “Tintenherz”, geärgert hat er sich über “The Women” und gelangweilt und verärgert war er über “Der Tag an dem die Erde stillstand”. Ich drücke die Daumen, dass die Ausbeute in der nächsten Woche besser ist.

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26. Oktober 2008

Dr. Zapp]

Jetzt wein’ doch endlich, du blöde Kuh!

Wissen Sie, Reich-Ranickis Sendung war immer Rummelfernsehen, jeder Zuschauer hat gehofft, vielleicht bin ich dabei, wenn Karasek Reich-Ranicki erwürgt. Das war Catchen im Schlammbad.

Lesetipp: Charles Lewinsky, Schweizer, ex-Fernsehmann und Buchautor (“Talkshow”, “Mattscheibe”) im SZ-Wochenendinterview (→“Scheiße, ich schalte um”) über Verbrauchsware Mensch, Shitpoint und den kleinen Unterschied:

Die Privaten sind ein Betrieb zur Herstellung von Zuschauern, die man anschließend an die Werbung verkaufen kann. Die Öffentlich-Rechtlichen sind theoretisch ein Betrieb zur Herstellung von Sendungen. Das sind zwei verschiedene Aufgabengebiete.

Und zum Schluss noch ein schönes onliner:

Fernsehmacher sind so zynisch, die würden, wenn sie Quote dafür kriegen, sogar was Anständiges senden.

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