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• Pieke Biermann: Proselyten sind immer die schlimmsten... Oder, Frankfurter Schulweisheit: Die schärfsten Kritiker de
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• Ludger: *seit drei Jahren Ex-Raucher
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• dpr: höre ich da leise Kritik an den Lastern deiner Mitmenschen? Frau Biermann, übernehmen Sie!
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• Ludger: Och, so ein niedlicher Hundekrimi... Gesünder als ein Raucherkrimi ist der bestimmt.
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• dpr: Bring Jochen nicht auf dumme Gedanken, Ludger. Der schreibt sonst noch den ultimativen Hundekrimi. "
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• Ludger: Der sprechende Hund als Antagonist zur miauenden Katze - spannender Ansatz, lieber Jochen. Bleibt di
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• Jochen: Blumenkübel-Krimipreis - unbedingt! ich war hautmnah dabei; die twitter-Welt in Aufruhr, seiten- und
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• Ludger: Also ich bin ja für den ersten Blumenkübel-Krimi-Preis.
*Katzenkrimischeiß - ich fasse es nicht
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• Pieke Biermann: Lass mich erst noch zu Ende rauchen, ja?
Aloha - P.
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• dpr: Soll ich vielleicht den 1. Deutschen Raucherkrimi-Preis ausschreiben? Der Raucher als mobiles Atomkr
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07-09-2010
Der Krimi ist DER Gesellschaftsroman. Sagt man. Doch wo, bitte schön, ist dann der Atomkrimi? Es gibt ihn einfach nicht, und das ist ein Skandal. Ist es doch die Atomenergie, die uns billigen Strom liefert, die Lebenshaltungskosten niedrig hält und so für sozialen Frieden sorgt. Außerdem besteht jeder Mensch aus Atomen, die einen mehr, die anderen weniger. Atom heißt Kraft – und Atomkraft heißt Lebensfreude – und Lebensfreude heißt: Krimis lesen.
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Und noch ein →kleiner Beitrag zum Noir. Diesmal in meiner Monatskolumne auf der Krimicouch.
01-09-2010
Hansjörg Schneider: Hunkeler und die Augen des Ödipus
Ein Krimi, in dem über Sophokles und Adorno räsonniert wird, kann nur bei Diogenes erscheinen, erspart es doch Patricia Highsmith und Georges Simenon, den Friedhof zu wechseln, wenn sie sich in ihren Gräbern wälzen. Eine Art Bildungsbürgerkrimi ist das, überraschenderweise, denn vielleicht hatte man geglaubt, der sei nur eine Schimäre, es gebe ihn gar nicht. Aber es gibt ihn wie etwa die Menschen, die ihre Kinder nicht mit "Unterprivilegierten" allzu lange die Schulbänke drücken lassen wollen, liberal-asoziales Pack eben, doch pardon: Das passt jetzt nicht zu Hansjörg Schneiders "Hunkeler"-Roman, das ist eine spontane Assoziation des Kritikers, der die Gemüter durch die Versicherung zu beruhigen versucht, dass sie in "Hunkeler und die Augen des Ödipus" kein bisschen in Gefahr schweben werden, irgend etwas assoziieren zu müssen. (mehr...)
29-08-2010
"Challis sinnierte eine Weile über die Idee von Blogs nach, vor allem in Dirk Roes Fall. Es schien ganz so, als hätten Privatsphäre, Würde und Zurückhaltung für die Cyberspace-Generation keinerlei Bedeutung mehr. Man konnte meinen, dass es heute vollkommen in Ordnung war, jeden halb ausgegorenen, langweiligen oder bösartigen Gedanken, jedes Gefühl, jeden verletzten Stolz hinauszuposaunen." ( Garry Disher, "Rostmond", Unionsverlag 2010, S. 67/68)
(mehr...)24-08-2010
Deutschland verarmt. Woran liegt das? An der Globalisierung! Weil Asiaten und Afrikaner sich nicht entblöden, für einen Sack Reis oder Maniok zu arbeiten, müssen wir es auch! Das ist doof, aber nicht zu ändern. Nicht zu ändern? Doch! Durch unternehmerische Mildtätigkeit! Man nehme nur den Saarbrücker Conte Verlag und sich an diesem ein Beispiel.
(mehr...)23-08-2010
(Im Hause Wutschel hat man sich einer alten ländlichen Tradition erinnert, der Hausschlachtung. Wo aber früher Nutztiere unters Messer kamen und lecker Wellfleisch, Blut- und Leberwurst etc. hergeben mussten, zerlegt Hausherrin Anna Veronica Wutschel ab sofort süße kleine Krimis in handlich-appetitlich-krimikritische Portionshappen. Deftig, naturbelassen, wohlschmeckend.)
(mehr...)18-08-2010
Nii Parkes: Die Spur des Bienenfressers
Beginnen wir mit einer Falschmeldung: Der Afrikakrimi boomt. Oje. Natürlich nicht. Was fröhlich hypt, ist der Südafrikakrimi und auch das ist wohl schon passé, nachdem es sich fußball- und trötenmäßig ausgehypt hat. Und Afrikakrimi? Nun ja. Der moderne Kriminalroman, wie man ihn allerorten mehr oder weniger routiniert runterschreibt. Also kein Afrikakrimi. Dafür, wenigstens in kleinen Dosen gereicht, eine Art Abkehr vom amerikanisch-europäisch geprägten Ratiokrimi. Nach Vamba Sherifs →"Geheimauftrag in Wologizi" jetzt Nii Parkes mit "Die Spur des Blenenfressers".
(mehr...)16-08-2010
Andrea Bajanis "Mit herzlichen Grüßen" oder "Die Spur des Bienenfressers" von Nii Parkes: eines der beiden Bücher, die ich gerade lese, ist ein Krimi, aber welches? Das eine ist wie ein Krimi aufgebaut und dennoch... das andere ist dezidiert KEIN Krimi und dennoch...
Also wieder die alte Suche nach der Definition von "Krimi"? Was ja gemeinhin so lustig ist wie Einsteins Suche nach der Weltformel, bei der man aber leider nicht weiß, was die Gravitation in dem ganzen schönen System soll. Dabei kann man nur ermuntern, sich dem Definieren von "Krimi" zu widmen. Nicht weil am Ende so etwas wie eine "Definition" stehen könnte, sondern weil durch das Definieren selbst eine Definition illusorisch wird.
12-08-2010
Man muss nicht wie Derek Raymond die Gesellschaft für einen Zustand halten, der nur im Schreibmodus des noir sichtbar wird. Ein Röntgengerät ist er durchaus, denn noir erlaubt einen Blick durch das Fleisch auf die Knochen unseres Zusammenlebens und seiner Regeln. Nur: Ein Skelett ist ein Skelett, und das agiert höchstens in Gruselfilmen als zusammenhängend Menschliches. Ansonsten ist es nichts weiter als ein Haufen Knochen, ohne Muskeln und Sehnen, ohne Fleisch und Fett die Andeutung von Form.
(mehr...)10-08-2010
10 Themen, über die zu schreiben sich nicht lohnt
Mann, über was ist hier in den letzten Jahren nicht alles geschrieben worden! Manchmal wolkig, manchmal heiter, erschöpfend oder en passant, mit anschließender Prügel für den Autor oder nicht. Aber manche Themen sind inzwischen so was von durch, dass es an der Zeit ist, sie endgültig kurz und bündig abzuschließen. Keine Diskussionen mehr, höchstens noch das eine oder andere Späßlein drüber. Hier die Worstlist nicht nur für diesen Monat. Freuen wir uns statt dessen auf neue Themen wie "Welche Farben bevorzugen Krimiautoren bei ihren Unterhosen?"
(mehr...)09-08-2010
Ein neuer Auftrag für Spenser (na ja, im Original von 2003) und die alten Reflexe. Nichts zu bemängeln, Kriminalliteratur auf bestem Unterhaltungsniveau, gute Bekannte, die tun, was sie schon immer getan haben. Ein Banküberfall von 1974, bei dem eine scheinbar Unbeteiligte erschossen wurde, sorgt diesmal für "alte Wunden", als die Tochter der Getöteten Spenser um Aufklärung bittet. Die Aktion war von einer "studentischen Aktionsgruppe" durchgeführt worden und rasch zeigt sich, dass alte Wunden, wenn sie aufbrechen, schnell zu neuen führen können. (mehr...)
06-08-2010
Wolfgang Bitburger rests in pieces
Wolfgang Bitburger, der Doyen der deutschen Krimikritik, ist tot. Der bei Kollegen wie Autoren wegen seiner stets kenntnisreichen und ausgewogenen Rezensionen gleichermaßen geschätzte Bitburger verstarb gestern im Alter von 89 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls, den er bereits im Frühjahr während der Tagung "Krimikritik – Fluch oder Segen oder beides?" in Bad Krotzingen erlitten hatte. "Wir verlieren einen Gentleman der liebevollen Krimianalyse", heisst es in einem Nachruf des "Itzehoer Volksboten", für den Bitburger ebenso schrieb wie für andere Massenmedien.
(mehr...)05-08-2010
Die Detektei Geheimnislos hat ihr kleines Büro im Hinterhof der Literatur. Kein Firmenschild, keine Annoncen, das Mobiliar schäbig, der Detektiv mit der ausgebeulten Polsterung seines Sessels verwachsen, Kriminalromane lesend. Sie langweilen ihn, er wartet.
(mehr...)03-08-2010
Kaum geschrieben, schon veröffentlicht. Etwas zu →Deutschkrimis auf der Couch, in Verlängerung des vorangegangenen Eintrags.
Grummeln bei FACEBOOK. Steht doch auf der neuen Krimiwelt-Bestenliste mal wieder nur ein deutscher Titel, noch dazu auf hinteren Plätzen. Ein unhaltbarer Zustand, finden die AutorInnen, man erfährt erstaunt, selbst die Verlage hätten sich schon darüber "beschwert", ohne Erfolg allerdings. Wer ist dran schuld? Die Kritiker. Und überhaupt.
(mehr...)26-07-2010
Es ist unglaublich. Jetzt, wo es quasi amtlich ist, dass man sich für Arthur Conan Doyle und sein mediokres Geschöpf Sherlock Holmes nicht mehr zu interessieren braucht, →protestieren gestandene Autoren wie Julian Barnes oder Ian Rankin oder Stephen Fry gegen den Zerfall des Landhauses des alten und überschätzten Meisters. Ja sakra, wo leben die eigentlich? Warum nehmen diese Ignoranten einfach keine Notiz von neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen? Es ist manchmal wirklich traurig, in welch rückständigen Zeiten man leben muss.
08-07-2010
Eine ganze Seite Eifelkrimi in der →taz? Na ja, nicht wirklich. Jacques Berndorf hat seinen neuen Roman "Die Nürburg-Papiere" in der Mainzer Staatskanzlei vom Ministerpräsidenten persönlich vorstellen lassen, der wiederum ächzt unter der tatsächlichen "Nürburg-Affäre", die das Buch thematisiert, Krimiautoren schreiben häufig unter Pseudonym, weil sie früher mal Pornos geschrieben haben, in den meisten Krimis kommt der Ausdruck "nicht wirklich" vor, so der Autor Helmut Höge, und eigentlich verfehlt Berndorf sein Thema, aber wieso eigentlich, das erfahren wir nicht, über das ganze Buch erfahren wir eigentlich nichts und so könnte man behaupten, Höge habe irgendwie sein Thema verfehlt oder auch nicht, wenn das Thema die "Nürburg-Affäre" war und nicht die "Nürburg-Papiere", genaueres weiß man nicht wirklich, das aber ganz bestimmt.
05-07-2010
Mit vier Bändchen startet der Distel Literaturverlag seine Übersetzungen der französischen Buchreihe "Suite Noire". Herausgegeben wird sie seit 2006 vom einschlägig bekannten Jean-Bernard Pouy, 36 Titel sind es bisher, acht davon 2008/2009 vom französischen Sender France 2 für das Fernsehen adaptiert. Eine besondere Reihe, inhaltlich wie thematisch stark reglementiert, kein Band hat mehr als 100 Seiten, jeder ist eine Hommage an einen ganz bestimmten Titel der berühmten "Serie Noire", die seit 1945 bei Gallimard erscheint mit einer Ausnahme: Didier Daenninckx' "On achève bien les chevaux", das die "Suite Noire" eröffnet, ehrt Horace McCoys "They shoot horses, don't they?" ("Nur Pferden gibt man den Gnadenschuss") von 1935, das nicht in die "Serie Noire" Eingang gefunden hat. Weitere Informationen und die Liste der bislang erschienenen Titel findet man →hier.
(mehr...)28-06-2010
Und wieder redet jeder vom absoluten Beweis. Von der elektronischen Hochrüstung, der lückenlosen Videoüberwachung, der totalen Kontrolle. Ein Ball kracht gegen die Unterkante der Latte, springt zurück und kommt hinter der Torlinie auf. Kein Tor. Also Fehlentscheidung. Ein Verbrechen, das nicht geahndet wird.
(mehr...)25-06-2010
Man kennt das ja mit den Päpsten. Eine Zeitlang schaut man zu ihnen auf, wenn sie sich in vollem Wichs mit dem Papamobil durch die Gemeinde kutschieren lassen. Irgend wann aber erkennt selbst der Gutgläubigste, dass diese Päpste in Wirklichkeit doch nur Vorsitzende obskurer Organisationen mit bisweilen ekligem Personal sind.
(mehr...)18-06-2010
Okay, im Fussball klappts grad nicht so gut in Spanien, aber anständige Kriminalromane schreiben sie schon. Domingo Villar etwa, lässt sich →hier nachlesen.
17-06-2010
Manche Bücher sind wie manche Menschen. Man hört ihnen gerne zu, sie erzählen nicht brillant, aber durchaus flüssig, was sie erzählen hat Unterhaltungswert und man weiss, wenn sie aufhören zu erzählen, dann ist das Erzählte auch schon längst im großen Häcksler von Erinnern und Vergessen verschwunden.
(mehr...)09-06-2010
...habe ich die Ehre anzuzeigen dawelche von mir gemachte Gedanken, historische Krimis betreffend. Und zwar auf der hochwürdigen →Krimicouch. Zur besonderen Beachtung empfohlen und empfehle mich jetzt selber, habe die Ehre.
07-06-2010
Eines der ehrgeizigsten Projekte der deutschen Krimikultur legt endlich erste Ergebnisse vor. Das von der Arbeitsgruppe "lexikalische Erfassung" geplante "historisch-kritische Lexikon der deutschsprachigen Kriminalliteratur" unter Leitung von Wolfram Dietz ("Dinkelsbühler Neue Presse") und Prof. Dr. Egon Schlenndorf (Fernuni Hagen) wird in den nächsten Jahren alles Wissenswerte zum Genre unter Mithilfe zahlreicher Fachgelehrter aus dem In- und Ausland zusammentragen und nach dem Stand der neuesten Forschung präsentieren. Als erstes Massenmedium veröffentlicht wtd vorläufige Auszüge aus den bisherigen Arbeiten der Gruppe.
(mehr...)31-05-2010
Wenn drei Leute eine CD, einen Film, ein Buch mögen, ist das noch lange kein Pop. Pop bedeutet Masse, Dynamik, Hype und Täuschung, bedeutet, sich auf einen Nenner zu einigen, ungeachtet der Struktur und der möglichen Komplexität eines Gegenstandes. Lena ist Pop, weil sie Lena ist und sonst nichts. Ein trotz des medialen Irrsinns auf zwei, drei Begriffe reduzierbares Wesen: natürlich, hübsch, eigensinnig.
(mehr...)25-05-2010
"In der schreibenden Zunft gibt es eine Arbeitsteilung. Die Journalisten sind für die Gegenwart zuständig, die Dichter für die Vergangenheit. Was abzusinken droht in den Tümpel des Vergessens, das holt die Literatur mit der Kraft der Erinnerung ans Licht und zeigt, dass das Vergangene nicht vergeht."
Es gab mal eine Zeit, da hatte, wer in der gleichnamigen Wochenzeitung über Literatur schrieb, wenigstens einen Hauch von Kenntnis, das Theoretische betreffend. →Tempi passati.
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Irgend wann jenseits von Seite 100 bin ich dann aus der Nummer ausgestiegen. Da gibt es einen Autor, der ganz nett schreiben kann, manchmal direkt witzig, und also schreibt er einen Kriminalroman, einen österreichischen, einen wienerischen, und wahrscheinlich hat er sie alle gelesen, diese ganze Spezerl- und Stritziwirtschaft, und das kann er halt auch und warum also nicht. Nun, darauf gibt es eine Antwort.
(mehr...)19-05-2010
Wenn einem Autor nichts mehr einfällt, wird er moralisch. Damit kriegt er sie alle. Und wenn einen nicht, dann ist der eben unmoralisch. Das Wort "Moral" ist das Pflaster auf den Wunden eines Textes, die billige Blitzheilung siecher Plots, das Placebo gegen Sätze mit Sinn-Alzheimer, das Dach, unter dem sich die intellektuell obdachlose Aussage vor sich selbst versteckt. Naja, eben ein Scheißkrimi, aber er thematisiert wenigstens den Fremdenhass. Schon tausend Mal gelesen, den ungelenken Mist, aber immerhin geißelt er den Ehrenmord. Schon wieder Nazi-0815, aber wir erfahren doch, wie schlimm es damals war und dass es auch gute Deutsche gab. Moral eben. Unangreifbar, mit eingebautem Applaus.
(mehr...)12-05-2010
Ach, es ist schön, durch die →Herbstvorschau des Conte Verlages zu blättern, fast gänzlich unbeteiligt, denn den nächsten dpr aus dem feinen Saarbrücker Haus gibts erst im Frühjahr. Ein kleines Nachwort für einen alten Franzosen und, große Freude, die Gewissheit, dass es endlich gelungen ist, dem phantastischen Peter J. Kraus eine neue Heimat zu verschaffen. "Joint Adventure" heisst das Werklein und wärmt nicht nur von außen. Und dann gibt es noch einen Amila und ein mysteriöses Tapirtier, aber das schaut ihr euch jetzt alles selber an, gell?
11-05-2010
Mit geziemender Verspätung erschienen: →die neueste Ausgabe der Krimi-Couch, Deutschlands größtes und beliebtestes Krimimagazin. Mit vielen Rezensionen und Interviews, u.a. auch zwei dringend notwendigen Nachholarbeiten des Bloggers. Der hat sich, auch mit Verspätung, Stefan Kiesbyes →"Nebenan ein Mädchen" zur Brust genommen und ist des Lobes voll. Da der Titel nun auch als Taschenbuch erscheint, sogar eine verblüffend aktuelle Rezension. Christine Lehmanns ebenfalls besprochener →"Allmachtsdackel" siecht derweil der Altersschwäche entgegen, ist aber dennoch sehr lesenswert.
06-05-2010
Peter O'Donnell ist tot. Er starb am 3. Mai 2010 im Ater von 90 Jahren in London, ein Kriminalschriftsteller, dessen bekannteste Serienfigur Modesty Blaise heisst, eine taffe Powerfrau auf den ersten Blick, auf den zweiten von irritierender Ambivalenz.
(mehr...)04-05-2010
Die →neue dpr-Kolumne auf der Krimicouch ist online. Heute für Autorinnen und Autoren, die es unbedingt schaffen wollen. 10 goldene Ratschläge...
26-04-2010
"XYZ ist ein deutscher Thriller, der sich vor den amerikanischen nicht zu verstecken braucht."
Reden wir nicht von Vergangenheit und Tradition der deutschen Kriminalliteratur, reden wir von ihrer Gegenwart. Immerhin: Es gibt sie. Nicht mehr die entfernte Verwandte der Literatur, für deren Anwesenheit am Katzentisch der Familie man sich schämt, noch nicht – und vielleicht nie – dort platziert, wo die Sippe ihre großen Diskussionen führt, ihre Entscheidungen trifft. Aber überhaupt: DEUTSCHE Kriminalliteratur?
21-04-2010
Schön. Das Frühjahrsheft der frankokanadischen Krimizeitschrift ALIBIS ist ausgeliefert, "Polar, Noir & Mystere" auch für die des Französischen einigermaßen mächtigen hiesigen besseren Krimistände. Wie immer mit Kurzkrimis, Neuerscheinungen und Rezensionen sowie einem längeren Artikel über den zeitgenössischen Spionageroman, geschrieben von Norbert Spehner, den wir in Anbetracht der Aktualität nicht als den frankokanadischen Krimipapst verunglimpfen wollen. Auf der →Website gibt es weitere Leckereien, wir schließen wie immer mit dem Wunsch, es möge uns der Herr eine eigene Krimizeitschrift bescheren und erinnern uns daran, dass man →im Tümpel der Panzerechsen gerade in dieser Angelegenheit beschäftigt ist.
19-04-2010
Man lernt doch immer wieder was dazu. Ein sizilianischer Autor, eine eloquent-vertrackte, durchaus humorvolle Sprache, aha: Camilleri. Den der Verlag auch umgehend diesen Autor Roberto Alajmo als besonderes Erzähltalent preisen lässt. Tja. Recht hat er. Aber ganz anders als man zunächst vermutet.
(mehr...)15-04-2010
Opfer und Täter, Täter und Opfer -2-
Es kann ein Kennzeichen gelungener Kriminalliteratur sein, uns hinter die Kulissen der allgegenwärtigen Dichotomien blicken zu lassen, die schematischen Darstellungen von gut und böse, Opfer und Täter. Weniger zum Zweck, uns zu suggerieren, ein Täter sei immer auch ein Opfer und vice versa, sondern um ganz allgemein unseren Blick für das eben nie Eindeutige zu schärfen.
(mehr...)14-04-2010
(Seit unsere Mitarbeiterin Anna Veronica Wutschel jenen unvergesslichsten aller deutschen Krimisätze gehört hat – "Harry Hole mal den Wagen" – ist sie besonders empfänglich für die Werke des norwegischen Autors Jo Nesbø. Und da es ihr endlich gelungen ist, bei ebay ein Sortiment durchgestrichener o's zu ergattern, rezensiert sie die Bücher nun auch. Lesen Sie den beiliegenden Tatsachenbeweis.)
(mehr...)12-04-2010
Opfer und Täter, Täter und Opfer -1-
Einer der kleinsten gemeinsamen Nenner in der Kriminalliteratur ist die Notwendigkeit von Opfern und Tätern. Wer das eine ist und wer das andere, vor allem jedoch, dass kein Zweifel daran besteht, wem welche Rolle zufällt. Nun ist dies in Kriminalromanen kein großes Problem, denn meistens gibt es jemanden, der die Kugel abschießt und jemanden, den sie tödlich trifft. Mag sein, dass wir gelegentlich Mitgefühl mit dem Täter empfinden, seine Täterschaft darauf zurückführen, selbst einmal Opfer gewesen zu sein. Dennoch läuft alles darauf hinaus, am Ende beide Seiten akkurat getrennt und benannt zu haben.
(mehr...)08-04-2010
Bände mit kriminellen Kurzgeschichten, die den Rezensenten gelegentlich erreichen, werden von diesem selten an einem Stück gelesen. Er sucht sich zuerst die Arbeiten von Autorinnen aus, weil er aus Erfahrung weiss, dass ihm die Geschichten von Frauen besser gefallen als die von Männern, nur Gott oder wer auch immer kennt den Grund.
(mehr...)06-04-2010
Hoho! Wie uns soeben unsere Wiesbadener Filiale von Watching WTD mitteilte, konnten wir uns in einer →Blog-Hitparade auf einem guten 12. Rang behaupten. Den ebenfalls respektablen Platz 20 ergatterte der altehrwürdige Krimiblog des Kollegen Menke. Nett und vielen Dank für den Tipp, liebe Frau Kurzkrimiautorin.
Hoffentlich auch nett →die neueste Kolumne des Bloggers auf der Krimicouch. Mit dem Ich auf Du und Er sozusagen oder: Erzähl, Perspektive! Wir wünschen gute nachösterliche Unterhaltung.






